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Die Meilensteine

1869 Johan Andreas Ebel gründete den „Heider Anzeiger“ und druckte im Dezember die erste Probeausgabe.
1870 Am 4. Januar erschien die erste offizielle Ausgabe des „Heider Anzeiger“ mit einer Auflage von 500 Exemplaren.
1872 Der „Heider Anzeiger“ firmierte als „Druck und Verlag von J.A. Ebel in Heide“ um.
1874 Johan Andreas Ebel stellte die erste Schnellpresse auf.
1879 Die Auflage des Heider Anzeiger stieg auf 1.500 Exemplare.
1883 Rudolf Ebel übernahm den Betrieb von seinem Vater.
1887 Der Betrieb zog in die Chausseestraße 19 (heute Meldorfer Straße) um.
1889 Rudolf Ebel modernisierte und stellte eine größere Schnellpresse auf.
1897 Nach dem Tod von Rudolf Ebel führte seine Frau Sophie das Geschäft weiter.
1899 Paul Keller – 2. Ehemann von Sophie Ebel – stieg in das Unternehmen ein und übernahm ein Jahr später die Geschäftsführung.
1902 Der „Heider Anzeiger“ wurde an eine Auffanggesellschaft verkauft.

1869 bis 1902 – die Ära Ebel

Die Geschichte unseres Unternehmens begann 1869, als Johan Andreas Ebel den „Heider Anzeiger“ gründete. Sein Ziel war es, ein aktuelles Nachrichtenblatt herauszugeben, das sich an die Allgemeinheit richtete. Nach der Probenummer im Dezember 1869 erschien am 4. Januar 1870 die erste offizielle Ausgabe des „Heider Anzeiger“.

Schon damals entsprach der „Heider Anzeiger“ in Format und Inhalt unseren heutigen Vorstellungen von einer Zeitung: Auf der ersten Seite stand Aktuelles aus Heide direkt neben Nachrichten aus aller Welt. Das Blatt informierte über Ereignisse in der Region und veröffentlichte amtliche Mitteilungen, die für den Alltag in Dithmarschen nützlich waren. Im Anzeigenteil, der eineinhalb von vier Seiten einnahm, bewarben Heider Firmen ihre Dienstleistungen und boten Waren zum Verkauf an. Durch den Anzeigenverkauf deckte Johan Andreas Ebel einen großen Teil der Produktionskosten und konnte den „Heider Anzeiger“ somit zu einem erschwinglichen Preis anbieten. Sogar der Fortsetzungsroman war von Anfang an dabei, damals hieß er noch „Novelle“. Klassische Zeitungselemente wie Schlagzeilen oder Bilder suchte man in den Ausgaben der ersten Jahrzehnte allerdings vergebens.

Mit einer Auflage von 500 Exemplaren erschien das Nachrichten-Blatt zunächst zweimal wöchentlich dienstags und freitags.

In seinen Anfängen wurde der „Heider Anzeiger“ im klassischen Buchdruck gefertigt: Buchstabe für Buchstabe wurde per Hand gesetzt, jede Seite für sich gedruckt. Johan Andreas Ebel hatte sich mit den Gebrüder Goos, die Drucker und Setzer waren, zusammengetan und in der Süderstraße 15 eine Buchdruckerei eingerichtet. Neben dem „Heider Anzeiger“ produzierte die Druckerei auch Akzidenzen für die Heider Firmen und Gelehrten. Die Gebrüder Goos schieden nach zwei Jahren aus und Johan Andreas Ebel führte die Geschäfte allein weiter und stellte bereits 1874 die erste Schnellpresse auf. Sie hatte noch keinen maschinellen Antrieb, aber es konnten fortlaufend zwei Seiten gleichzeitig in einem Durchgang gedruckt werden. Der Druckprozess wurde erheblich vereinfacht und beschleunigt und trug dazu bei, dass die Auflage des „Heider Anzeiger“ jährlich um 100 Exemplare stieg.

1883 übernahm Rudolf Ebel das Zeitungsgeschäft von seinem Vater. Die Auflagenhöhe des Nachrichten-Blatts lag mittlerweile über 2.500 Exemplaren. Rudolf Ebel investierte in eine größere Schnellpresse, die anstelle des Handbetriebs der alten Druckpresse nun von einem Heißluftmotor angetrieben wurde. Mit dieser Modernisierung ging er mit der Zeit und überschritt die erste Schwelle zur Industrialisierung. Aufgrund des kontinuierlichen Wachstums des Unternehmens – neben der Auflage stiegen auch die Mitarbeiterzahlen und der Platzbedarf nahm zu – war Rudolf Ebel zwischenzeitlich zweimal umgezogen: zunächst zum Markt und anschließend in die heutige Meldorfer Straße.

Rudolf Ebel starb 1897 und seine Frau Sophie führte zunächst das Geschäft weiter. Zwei Jahre nach seinem Tod heiratete sie Paul Keller, der beim „Heider Anzeiger“ beschäftigt war. Paul Keller führte die Geschäfte weiter, konnte aber die positive Entwicklung des „Heider Anzeiger“ nicht fortsetzen. Der Umsatz ging zurück und der Betrieb wurde 1902 an die Gesellschaft „Heider Anzeiger GmbH“ verkauft.

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