BOYENS MEDIEN verbindet

Die Meilensteine

1903 Nach Modernisierung des Betriebs erschien der „Heider Anzeiger“ täglich.
1904 Die Auflage stieg auf 5.000 Exemplare und die erste Rotationsmaschine wurde installiert, Bücher wurden sporadisch verlegt und gedruckt. Friedrich Johnsen trat als Redakteur in das Unternehmen ein.
1905 Im Juni übernahm Friedrich Johnsen die Geschäftsführung und wurde wenig später auch Gesellschafter.
1907 Der Druckbetrieb des „Heider Anzeiger“ wurde weiter ausgebaut, so dass Zeitschriften und Bücher wirtschaftlich hergestellt werden konnten.
1913 Der „Heider Anzeiger“ erwarb ein Grundstück am heutigen Wulf-Isebrand-Platz und errichtete ein Betriebsgebäude.
1914 Familienanzeigen wurden zum festen Bestandteil der Tageszeitung, auch Schlagzeilen und mehrspaltige Überschriften änderten das Erscheinungsbild.
1916 Die erste Ausgabe des Jahrbuchs des Vereins Dithmarscher Landeskunde wurde gedruckt.
1919 Die Auflage des „Heider Anzeiger“ erhöhte sich auf 10.000 Exemplare.
1922 Erwerb eines Nachbarhauses am Wulf-Isebrand-Platz und Erweiterung des Betriebsgebäudes.
1923 Verlag und Druck von Büchern und Zeitschriften erfolgten regelmäßig.
1926 Der „Heider Anzeiger“ erschien mit den ersten Schwarzweiß-Fotos.
1929 Der „Heider Anzeiger“ erhielt eine eigene Reproduktionsanstalt und die tägliche Berichterstattung wurde von Bildern begleitet. Nach dem plötzlichen Tod von Friedrich Johnsen übernahm sein Schwiegersohn Max Boyens das Unternehmen.

1902 bis 1929 – Friedrich Johnson gestaltete das Unternehmen

Nachdem die ersten drei Jahrzehnte des „Heider Anzeiger“ äußerst erfolgreich verliefen, brach der Umsatz um die Jahrhundertwende ein und das Unternehmen wurde 1902 an eine Auffanggesellschaft verkauft. Die Gesellschafter setzten sich aus Marschbauern und führenden Unternehmern aus Heide zusammen. Als Besitzer einer Buchdruckerei war der Gesellschafter Albert Krüger geradezu vorbestimmt, die Geschäftsführung der „Heider Anzeiger GmbH“ zu übernehmen. Gemeinsam mit dem Gesellschafter Gustav Adolph Thomsen, der als Gründer der Westholsteinischen Bank einer der bedeutendsten Unternehmer in Heide war, modernisierte er in den folgenden drei Jahren den Betrieb von Grund auf: Der Handsatz wurde durch mechanische Setzmaschinen ergänzt und die erste Rotationsdruckmaschine wurde angeschafft. Mit dem Fachwissen von Albert Krüger und dem Weitblick und der kaufmännischen Erfahrung von Gustav Adolph Thomsen verbesserte sich die Geschäftslage deutlich. Auch der Erwerb der „Heider Zeitung“ trug dazu bei, dass der „Heider Anzeiger“ nun täglich mit einer Auflage von 5.000 Exemplaren erschien und zur Tageszeitung in Dithmarschen wurde.

1904 trat Friedrich Johnsen in das Unternehmen ein. Er arbeitete beim „Heider Anzeiger“ zunächst als Redakteur und technischer Betriebsleiter. Ein Jahr später übernahm er die Geschäftsführung und wurde schließlich Gesellschafter. Die Industrialisierung ging in diesen Jahren voran und bedeutete für die Menschen Veränderungen in allen Lebensbereichen. Der Bedarf an Druckerzeugnissen wuchs fast täglich: Firmen benötigten Geschäfts- und Werbedrucksachen, das Zeitschriftenwesen begann zu expandieren und die Nachfrage nach Büchern wurde immer größer. Friedrich Johnsen erkannte in dieser Entwicklung seine Chance. Er orientierte sich an der Nachfrage und modernisierte die Druckerei Zug um Zug. Neben dem Druck der Tageszeitung gehörte nun auch die Fertigung von Geschäfts- und Familiendrucksachen, Zeitschriften und Büchern zu seinem Tagesgeschäft. Auch das Verbreitungsgebiet des „Heider Anzeiger“ vergrößerte sich in dieser Zeit deutlich und die Auflage stieg auf über 10.000 Exemplare. Friedrich Johnsen hatte es geschafft: Der „Heider Anzeiger“ wurde zu einem der größten und modernsten Druckhäuser in der Region. Auch die Verbundenheit unseres Unternehmens zur Region spiegelte sich bereits in dieser Zeit wider: Schon die erste Ausgabe des Jahrbuchs vom Verein der Dithmarscher Landeskunde wurde 1916 beim Heider Anzeiger gedruckt und auch die Zeitschriften des Vereins werden seit 1928 in unserem Hause produziert.

Die Expansion des Unternehmens brachte den „Heider Anzeiger“ trotz mehrfacher An- und Umbauten schnell an räumliche Grenzen. Friedrich Johnsen erwarb daher 1913 ein Grundstück am heutigen Wulf-Isebrand-Platz und legte den Grundstein für unseren jetzigen Standort in Heide. Er errichtete ein modernes Betriebsgebäude für seinen Zeitungs- und Druckereibetrieb und erweiterte das Gebäude neun Jahre später um das Nachbarhaus.

Mit dem technischen Ausbau änderte sich auch das Erscheinungsbild des „Heider Anzeiger“: 1914 fanden Schlagzeilen und mehrspaltige Überschriften den Weg in die Tageszeitung, zunächst nur auf die erste Seite, später auch auf allen Seiten. Auch das Nachrichtennetz baute Friedrich Johnsen in dieser Zeit aus: Er richtete eigene Vertretungen in Berlin und Wismar ein, die insbesondere Nachrichten über das Geschehen während des Ersten Weltkriegs nach Heide lieferten.

Nach Kriegsende ging die technische Weiterentwicklung der Druckerei erneut voran: 1926 tauchten die ersten Schwarzweiß-Fotos im „Heider Anzeiger“ auf und wenige Zeit später wurde die Druckerei um eine Reproduktionsanstalt erweitert. Mit Einzug der Reproduktionstechnik im eigenen Hause wurde die Bebilderung der Berichterstattung zum festen Bestandteil im „Heider Anzeiger“ und die Tageszeitung erhielt ihren lesefreundlichen Charakter.

1929 verstarb Friedrich Johnsen plötzlich und sein Schwiegersohn Max Boyens übernahm den Betrieb. Bis zu seinem Tod war Friedrich Johnsen die prägende Persönlichkeit des Unternehmens.

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