BOYENS MEDIEN verbindet

Die Meilensteine

1975 Uwe Boyens übernahm die Geschäftsleitung.
1978 Rechnergestützte Fotosatzsysteme veränderten und modernisierten die Druckvorstufe.
1980 Das Druck- und Verlagshaus gab erstmalig ein Anzeigenblatt heraus.
1984/85 Verdoppelung der Betriebsfläche durch Produktions-Neubauten, Aufstellen einer neuen Offsetrotation mit Versandstraße und Papierlager.
1990 Gründung der Presseverlag Westküste GmbH für die Anzeigenblätter und Gründung der Verlagsservice Westküste GmbH für die Zustelldienste.
1991 Erneute Erweiterung der Betriebsfläche.
1993 Inken Boyens trat in das Unternehmen ein.
1996 Gründung einer Beteilungsgesellschaft für zahlreiche Beteiligungen
1996 Boyens Online wurde gegründet.
1997 Sönke Boyens trat in das Unternehmen ein.
1996/97 Bau einer neuen Zeitungsdruckerei in Weddingstedt
1998 Einweihung des Druckhauses in Weddingstedt
2003 Ende des Jahres ging Uwe Boyens in den Ruhestand und übergab die Unternehmensleitung an seine Kinder Inken und Sönke Boyens.

1975 bis 2003 – Uwe Boyens baute den Betrieb zum modernen Dienstleistungsunternehmen aus

Nach einer technischen Lehre und einem betriebswirtschaftlichen Studium war Uwe Boyens bereits 1959 in das Unternehmen eingetreten. An der Seite seines Vaters bestimmte er zunächst die technische Entwicklung des Betriebs und entwickelte das Verlags- und Druckhaus nach seiner Geschäftsübernahme 1975 zum modernen Dienstleistungsunternehmen.

Mit der Überleitung zum Offsetdruck war bereits 1974 begonnen worden. Vier Jahre später stellte Uwe Boyens die Druckvorstufe auf rechnergestützte Fotosatzsysteme um. Mit dem Einstieg in die elektronische Datenverarbeitung konnten die Zeitungen wesentlich schneller produziert werden. Nachrichten und Meldungen wurden aktueller, zumal die Redakteure ihre Beiträge direkt in das Rechnersystem eingaben. In dieser Zeit änderten sich sämtliche Verfahren, Arbeitsweisen und Berufsbilder im Medienbereich revolutionär und wurden zu einer ständigen Herausforderung für Uwe Boyens und seine Mitarbeiter.

Alle Unternehmensbereiche entwickelten sich weiter: Die Auflage der Tageszeitungen „Dithmarscher Landeszeitung“ und “Brunsbütteler Zeitung“ stieg auf über 27.000 Exemplare. Im Boyens Buchverlag erschienen mittlerweile mehr als 250 Buchtitel und jährlich kamen rund 35 neue Titel hinzu. Der Telefonbuchverlag gab nach Neuerwerb mehrerer Bücher jährlich sieben Örtliche Telefonbücher und ein Amtliches Telefonbuch heraus. Die neuen technischen Möglichkeiten in der Textherstellung und das Aufstellen von Mehrfarben-Offsetmaschinen waren die Grundlage für eine intensive Ausweitung der Buch-, Zeitschriften- und Akzidenzproduktion sowie bei der Herstellung von Zeitungen und zeitungsähnlichen Objekten.

Auch die Absatzmärkte für Produkte und Dienstleistungen expandierten und Werbung bekam einen immer größeren Stellenwert für die Wirtschaft. Das Werbevolumen wurde größer und es etablierten sich neue Werbeträger. Dazu gehörten auch Anzeigenblätter, die ihre Leser kostenlos und wöchentlich über aktuelle Angebote der regionalen Händler und Dienstleister informierten. Als Verleger von Tageszeitungen war es für Uwe Boyens nur konsequent und logisch, in den Markt der Anzeigenblätter einzusteigen: 1980 gab er das erste „Anzeigenblatt“ für Heide heraus. In den folgenden Jahren gründete er oder übernahm weitere lokale Anzeigenblätter und erweiterte das Verbreitungsgebiet auf ganz Dithmarschen. Zehn Jahre später und mit einer Gesamtauflage von über 90.000 Exemplaren wöchentlich stellte er die Anzeigenblätter in einer Tochter-Gesellschaft – der „Presseverlag Westküste GmbH“ – auf eigene Füße. Zeitgleich gründete er für die Zustellung der Tageszeitungen und Verteilung der Anzeigenblätter und von Prospekten die Verlagsservice Westküste GmbH.

Der Ausbau des Unternehmens machte immer wieder Betriebserweiterungen erforderlich. Uwe Boyens kaufte weitere Gebäude und Grundstücke am Wulf-Isebrand-Platz und in der dahinter liegenden Güterstraße. Mitte der 1980er Jahre verdoppelte er die Betriebsfläche fast auf einen Schlag: Er errichtete eine komplette Produktionshalle für eine neue Zeitungsrotationsdruckmaschine mit Versandstraße und Papierlager. Neue und alte Betriebsteile wurden miteinander verbunden und der gesamte technische Betrieb der Druckerei konnte hinter den Hausfassaden am Wulf-Isebrand-Platz in einem Komplex untergebracht werden.

Angeregt durch die Veränderungen in der Medienlandschaft in Deutschland beteiligte sich das Unternehmen an der Gründung des privaten Hörfunksenders „Radio Schleswig-Holstein“ (RSH) und wurde Mitgesellschafter der „Schleswig-Holstein Presse (SHP), einer Tarifgemeinschaft mehrerer Zeitungsverlage in Schleswig-Holstein. Weiterhin übernahm es u. a. eine Beteiligung an der Deutschen Presseagentur (dpa), am Verlag für Telekommunikation Nord in Rostock, am Anzeigenblattverlag „Blitz“ in Mecklenburg-Vorpommern. Die Beteiligungen wurden in einer 1996 gegründeten Beteiligungsgesellschaft zusammengefasst.

Die fortschreitende Konzentrationsbewegung im Pressewesen veränderte auch in der Zeit von Uwe Boyens das Gesicht der Branche. Immer mehr regionale Tageszeitungen wurden von großen Verlagshäusern aufgekauft und verloren ihre Eigenständigkeit. Uwe Boyens hingegen blieb selbstständiger Unternehmer und hielt seine Tageszeitung im hart umkämpften Zeitungsmarkt wettbewerbsfähig. Mitte der 1990er Jahre stand deshalb wiederum die Aufstellung einer größeren Zeitungsrotation mit erweiterten Produktionsmöglichkeiten an, die durch eine entsprechende Versandstraße ergänzt wurde. Vorsorglich hatte er bereits Anfang 1980er Jahre mehre Grundstücke im Gewerbegebiet in Weddingstedt gekauft, denn eine weitere Ausdehnung der Betriebsgebäude am Wulf-Isebrand-Platz und an der Güterstraße war für die Dimension der neuen Zeitungsrotation nicht möglich. 1998 wurde das Druckhaus Weddingstedt eingeweiht und eine neue Zeitungsrotation – bis heute die modernste an der Westküste Schleswig-Holsteins – in Betrieb genommen.

In den 1990er Jahren bekam Uwe Boyens Unterstützung von seinen Kindern: Inken Boyens trat 1993 und ihr Bruder Sönke Boyens 1997 in das Unternehmen ein. Uwe Boyens führte gemeinsam mit ihnen das Druck- und Verlagshaus als modernes Medienunternehmen in das 21. Jahrhundert. Nach über 44 Jahren übergab er Ende 2003 das Unternehmen an die nächste Generation. Als geschäftsführende Gesellschafter führen Inken und Sönke Boyens die Familienkontinuität im Verlags- und Druckhaus Boyens seitdem fort.

Zurück zur Übersicht


Schriftgröße